Montag, 13. Juni 2016

Rezension zu der Glanz von Südseemuscheln von Regina Gärtner


                                


Klappentext:
Sydney/Samoa 1914: Kaum haben Alma und der australische Seemann Joshua zueinander gefunden, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Die Hysterie des Ersten Weltkrieges bricht über sie herein, und plötzlich befinden sie sich auf verfeindeten Seiten. Als das Schicksal sie auseinanderreist, muss Alma als Deutsche in Australien nicht nur um ihre Existenz bangen. Sie muss auch darum ringen, ihre hart erkämpfte Liebe zurückzugewinnen. Ausgerechnet ein hilfloser Straßenjunge erweist sich als Lichtblick in dunklen Zeiten. Doch er hütet ein seltsames Geheimnis. [Heyne.de]


Meinung:
Als ich dieses Buch begonnen habe, hab ich mich nur schwer aufraffen können, weiter zu lesen. Es spielt im Jahre 1914 und es ist grade Kriegsbeginn. 
Ich bin nicht so der Fan von Weltkriegsgeschichten bzw. allgemein von historischen Romanen. 
Doch je weiter ich weiter gelesen habe, umso mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. 

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Alma und Mathilde erzählt.
Beide Frauen sind vor einiger Zeit nach Australien ausgewandert, um sich dort nun ein besseres Leben zu ermöglichen.

Alma lebt mittlerweile zusammen mit ihrem Mann Joshua und ihrem Sohn Max in Sidney. Doch Joshua ist viel unterwegs und sie muss sich mit ihrer Schwägerin Mary herumquälen, die Alma ständig demütigt und Geld von ihr verlangt.
Sie ist eine starke Frau die es anfangs nicht leicht gehabt hat, dort Fuß zu fassen.  
Auch jetzt ist es alles andere als leicht, denn in ihrer Heimat herrscht gerade Krieg und deutsche sind nicht gern gesehen, gelten als "Feind".

Mathilde, Almas Schwester, die auf Samoa lebt, ergeht es ähnlich. Hier haben die Neuseeländer die Deutschen Kolonien übernommen und auch hier werden die deutschen nicht gerne gesehen. 
 Ihr wird ihre Ananasplantage weggenommen, ihr Bruder Fritz wird verhaftet und ihr Mündel Gretchen wird vergewaltigt und Schwanger.
Und es passiert noch das, was nicht passieren darf - sie verliebt sich ausgerechnet in den "Feind". 

Es gibt bereits einen Vorgänger zu diesem Buch ("Unter dem Südseemond"), die beiden Geschichten hängen zwar zusammen - können aber eigenständig gelesen werden. Ich kenne Teil 1 selbst auch nicht.

Ein schönes Buch um die Seele Baumeln zu lassen und sich - zumindest in Gedanken (und trotz des Krieges) ein kleines Stückchen Paradies nach Hause zu holen.